
Franz hat unsere Fahrt organisiert: Mosoni Duna (Mosoner Donau) im Nordwesten Ungarns
Unsere Tagesetappen: Rajka - Halászi - Kimle - Dunaszeg - Györ - Donau-km 1788 - Komarom (145km)
Der Ort Rajka unweit der Grenze Österreich-Ungarn empfängt uns mit friedlicher Frühlingsstimmung
Unser Start-Zeltplatz Arranikàràsz zwischen zwei Armen der Mosoni Duna (3 km östlich von Rajka)
Auf der weitläufigen Zeltwiese unter schattigen Bäumen sind wir die einzigen Gäste.
Die beiden Arme der Mosoni Duna fließen am Ende des Platzes zusammen.
Die Falter werden aufgebaut und startklar gemacht
An nächsten Tag geht es los - wir gleiten in die Einsamkeit
Viele Mistelzweige in den Bäumen
Die keltischen Druiden mit ihren goldenen Sicheln sind schon lange nicht mehr hier
Altholz bleibt stehen und schafft die Grundlage für ein ausgeglichenes Ökosystem
Nirgendwo sind unpassierbare Stellen. Für den Kanutourismus wird offensichtlich eine Bahn freigehalten
zuweilen fühlen wir uns wie im Dschungel, ...
... zuweilen tritt an Stelle des Auwaldes eine weite Landschaft
Anlegeplätze mit Kiesstrand und Wiese sind äußert selten: Grund siehe nächstes Bild
Häufiger dagegen sind Sumpf und Matsch am Ufer, bedingt durch den sehr niedrigen Wasserstand
Hier jedoch ist zufällig ein Brotzeitplatz mit Tisch und Bänken, groß genug für uns alle und...
... gleich nebenan reift der Gedanke an Schweinsbraten am Ende der Fahrt
Sehr selten sind wilde Lagerplätze in der Natur.
Hier wäre ein idealer Platz, aber nur für 2-3 Zelte und viel zu früh am Tag
Mit diesem Ausblick ein absoluter Top-Lagerplatz (und in dieser Art einzige Platz)
aber immer noch zu früh am Tag.
Wir fahren noch bis Halászi
Bald nach Halászi (nach Magyaróvár) kommt die einzige kurze Umtragung an der Mosoni Duna
Wegen des äußerst geringen Wasserstandes muß das Gepäck getragen werden. Die leeren Boote, nur mit Fahrer beladen kommen gerade noch drüber. Aussteigen ist bei diesem grundlosen Schlamm unmöglich.
Zeltplatz Cvika-Camping kurz vor Kimle mit traumhaft weicher Wiese
Gefischt wird meistens mit einem flachen Netz, welches von Zeit zu Zeit aus dem Wasser gehoben wird
Die Mosoni Duna wird immer breiter und träger, obendrein gibt es mehr Gegenwind
Der Rastplatz in Dunaszeg ist gut geeignet zum Übernachten und hinter dem Damm gibt es ein gutes Wirtshaus
Oben kreisen schon die Geier
Wir kommen in die Nähe von Györ: immer mehr Datschas am Ufer, mal morbid...
... mal frisch hergerichtet
K&K-Monarchie-Glanz - über die Jahre etwas heruntergekommen aber nun wieder in guten Händen.
Wir sind Gäste des Ruderclubs "Spartaku" in Györ
Unser kleines Zeltlager direkt an/unter der Straßenbrücke
Die restliche Mosoni Duna ist kanalisiert und langsamfließend.
Kurz vor der Mündung ist uns noch eine Kiesbank zum Abschiednehmen gegönnt
Von links kommt die Mosoni Duna, von rechts die Donau
Ab jetzt gibt es nicht mehr nur kleine Schiffe ...
... sondern auch richtig große Schiffe
Wir fahren noch weiter, bis uns ein Bilderbuch-Kiesufer zum Lagern einlädt, ...
... sitzen vor den Zelten und schauen auf die in der Dämmerung versinkende Donau
Am nächsten Tag sind es noch einige Kilometer bis zu unserem Endpunkt Komarom
Die Mosoni Donau fließt im äußersten Nordwesten Ungarns südlich der Donau.
Sie ist ab Rajka (südlich von Bratislava) befahrbar und mündet nach 120 km in die Donau.
Bis Györ sind 3-4 Tage anzusetzen, bis Komarom weitere 2 Tage.
Bis zur Straßenbrücke bei Feketeerdö landschaftlich schön: wilde Aulandschaft, viele Vögel, Reiher, Rehe, Wildschweine. Danach mehr Zivilisation und breiterer Fluß. Ab Györ ist die Mosoni Duna ein gerader Kanal.
Anfahrt
Auto-Fahrstrecke München-Rajka 550 km, (5-6 Std.)
Am Besten über die Autobahn Salzburg-Linz. Wer vom Norden her kommt besser über die Autobahn Passau-Linz. Südlich um Wien herum fahren und an der letzten österreichischen Ausfahrt "Nickelsdorf" von der Autobahn abfahren.
Dann zuerst kurze Strecke nach Norden bis zur Straße Nickelsdorf-Hegyeshalom, dort nach Südosten bis Ortsmitte Hegyeshalom, dort nach Nordosten bis Bezenye, dort nach Nordwesten bis Rajka, dort nach Südosten bis zum Campingplatz an der Mosoni Duna. Insgesamt 20 km von der Autobahnausfahrt. Man könnte auch auf der Autobahn ein Eck ausfahren und direkt nach Rajika kommen, dann aber wäre schon für die Anreise eine ungarische Autobahnvignette nötig.
Autobahn Österreich
Die österreichische Autobahnvignette kostet 9 € für 10 Tage. Vignette an der Frontscheibe ankleben, Quittung aufbewahren
Einreise Ungarn:
Der Personalausweis genügt, Aufenthalt max. 90 Tage
Die Mitnahme der grünen Versicherungskarte wird angeraten.
Die Landeswährung ist Forint (270 Forint = 1 €)
Günstiger und einfacher ist es, in der Landeswährung zu zahlen (Euro sind aber manchmal willkommener).
An Tankstellen in Forinth zahlen oder mit Bankkarte.
(aus Reiseinformationen für Ungarn ...
a href="http://www.reiseleiter-ungarn.hu/reiseinformationen.htm" target="blank">www.reiseleiter-ungarn.hu/reiseinformationen.htm)
Verkehr Ungarn:
Es gelten: NULL Promille, außerhalb geschlossener Ortschaften immer Abblendlicht.
Die ungarische Polizei darf kein Geld annehmen.
PKW Ortschaft max. 50 km/h, Landstraße max 90 km/h, Autobahn max. 130 km/h (Strafen bis zu 1200 €)
Autobahn Ungarn:
PKW: 4 Tage 1650 Ft = 6 €
Bus 3,5...7,5 t: 1 Tag 3000 Ft = 11 € oder 10 Tage 7750 Ft = 27 €
Schwierigkeiten:
Die Mosoni Duna ist Zahmwasser (Z I), sehr ruhig dahinfließend, also keinerlei Schwierigkeiten.
Bei der Weiterfahrt in die Donau ist zu bedenken, daß diese eine Großschifffahrtsstraße ist. (Gefahren durch Schiffe, deren Wellen, Buhnen, Unterkühlung bei einer Kenterung ...)
In der Mosoni Duna nur eine 10m lange Umtragung unterhalb Mosoni-Magyarova, bei sehr niedrigem Wasserstand muß evtl. weiter umtragen werden.
Kennzeichnungspflicht Donau:
Das Boot muß eine Kennzeichnung mit 10 cm großen Buchstaben an beiden Seiten haben.
Campingplätze:
km 120,6 Rajka, Aranykaraz Kemping ca. 3km von Rajka auf der Straße nach Dunakiliti Herr Gzirtl György (spricht deutsch), Rajka 9224, Tel. 0036 302 164 122 info@aranykarasz.hu www.aranykarasz.hu
km 93,2 links: Halászi 500m nach der Straßenbrücke, sehr kleiner Platz, daneben Restaurant?
km 85,2 rechts: Moson-Magyaróvár vor dem Wehr
km 64,5 rechts: Kimle, Cvika-Camping geräumig, perfekter Rasen
km 60.1 links: Novákpuszta
km 43.0 links: Dunaszentpál
km 32.0 links: Dunaszeg, nur Rastplatz
km 15 Györ ?
Auto nachholen:
Von Györ oder von Komarom mit der Bahn zurück zur Bahnstation Rajka und 3km zu Fuß zum Zeltplatz. Zugverbindung Ungarn:
www.fahrplan-online.de/fahrplan_homepage_link.php3?id=453
Alternative: An die Straße stellen und Schild hochhalten "nach Rajka 100€" - es sind immerhin 210 km von Komarom bis Rajka und zurück