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ein neues Zelt entsteht

vier Dinge sollten anders sein als beim alten TenTipi: 1) konvexe, windstabile Form 2) Stoff bis zum Boden sieht besser aus 3) breiterer Ausblick á la Campfire-Tent 4) Hutze für offenes Feuer auch bei Regen.

Neben mehreren Plan-Zeichnungen gab es Musterstücke, hier die Zeltabspannung unten.
Das Dreieck würde ich beim nächstenmal größer machen.

Auch das Reißverschluß-Einnähen will überlegt sein. Damit nichts "schiefläuft",wird bei den meisten Nähten mit justierten Anschlagblechen an der Nähmaschine gearbeitet

Es geht los, der Stoff wird zugeschnitten. GANZ WICHTIG: die Schablone muß exakt seitengleich sein, sonst wird es ein gewundenes/gedrehtes Zelt. Schon deutlich zu sehen ist die gekrümmte Seitenkante.

Die gekrümmten Seitenkanten geben dem Zeltkegel eine konvexe Form.
Das Zelt steht stabiler im Wind, d.h. es flattert nicht dauernd (wie beim Tentipi)

Die Nähte wurden mit "Nito-Band" geklebt, gefaltet und mit Anschlagblechen an der Nähmaschine genäht.
Die Naht darf nicht aus dem Falz herauslaufen, sonst ist Auftrennen angesagt.

Unmittelbar nach der Naht selbst werden die Lochbänder für die Sturmleinen außen gemeinsam mit den Lochbändern innen gesondert aufgenäht.

Bahn für Bahn wird dazugenäht, der Stoffberg wird immer größer und ein Bierchen zwischendurch für die Enspannung immer nötiger

Allmählich wird der Stoffberg trotz Nähtisch vorne und hinten nicht mehr bewältigbar, aber das ist die letzte Naht. Sie muß an einem Reißverschluß liegen, damit man diesen zum Nähen aufziehen kann.

Nicht immer geht alles glatt, auch wenn du leise fluchst: Auftrennen und neu machen
(hier an der nicht genügend durchdachten Verstärkung an der Reißverschluß-Zeltkante.

Der obere Saum ist schnell eingefaßt ...

... aufwendiger ist dann das Nähen des Gurtkorbes selbst, die Gurte müssen gleich lang sein und deren Länge muß genau zum Schwung der Zeltnaht-kante passen. Die Quer-Hülsen nehmen später die Spreizstangen auf

Auch der Lederring wird vorbereitet. Weil er mit der Zeit ankokelt und später ausgewechselt werden muß, lohnt sich die Fertigung einer Schablone - gleich mit Bohrlöchern zum Annähen

Der Lederring ...

... wird erst später von Hand in das fertige Zelt eingenäht.
Die Lage des auszuschneidenden Lochs wird zunächst mit prov. Pappschablonen bestimmt.

Premiere: wie wird es aussehen?, werde ich zufrieden sein? Als Stange muß die alte Tentipistange herhalten

Paßt, alles wie ich mir vorgestellt habe. Jetzt muß das Zelt mindestens eine Woche im Regen stehen, immer nachgespannt, damit es sich ausrecken kann. Erst dann kommt der nicht dehnfähige Bodenstreifen dran.

schamlos von Tentipi abgekupfert: die Spreizstangen, aber für privat geht das

Nach dem gründlichen Ausrecken geht es an die Bodenstreifen. Die gereckte Zeltunterkanten genau messen, den Bodenstreifen zuschneiden, die senkrechen Kanten vornähen ...

... und dann den gesamten Streifen in einem Rutsch ans Zelt nähen

vorläufige Lösung für die Zeltabspannung. Erfordert exaktes Setzen der Heringe und der Ring muß bei unebenem Boden evtl. mit einer zusätzlichen kleinen Schlaufe "verlängert" werden. Hat jetzt einen Sommer lang gehalten

Die Sturmleine geht vom oberen Lochband in einem Stück zum unteren und wird dort gespannt bzw. aufgewickelt. Diese Schlinge ist dann mit einem Griff nach oben aus dem Gummi gezogen und um den Hering gelegt.

das neue Zelt ist fertig: 1) konvexe, windstabile Form 2) Stoff bis zum Boden sieht besser aus 3) breiterer Ausblick á la Campfire-Tent 4) Hutze für offenes Feuer auch bei Regen.

... und jetzt wird erstmal eine Flasche Rotwein aufgemacht

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